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Was zeichnet gesundes Raumklima aus? Wodurch kann es beeinträchtigt werden?

Die Qualität der Raumluft ist ein wichtiges Kriterium für das Wohlbefinden in Innenräumen, ob in den eigenen vier Wänden oder am Arbeitsplatz. Ferner ist das gesunde Raumklima sogar Voraussetzung für körperliche, geistige und seelische Gesundheit, denn in Deutschland verbringen Menschen im Durchschnitt 80% ihres Tages in geschlossenen Räumen. Was ein gesundes Raumklima auszeichnet, welche Faktoren seine Qualität beeinträchtigen und welche gesundheitlichen Schäden schlechtes Raumklima hervorrufen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Die Luft, die wir atmen …

 … setzt sich im Idealfall aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,93% Edelgase und nur 0,03% Kohlendioxid zusammen. Einflussfaktoren stellen im Raum anwesende Menschen und auch Haustiere und Pflanzen dar. Während Mensch und Tier Kohlendioxid an die Luft abgeben, wandeln Pflanzen es per Fotosynthese in Sauerstoff um. Eine wichtige Rolle kommt außerdem dem Feuchtegehalt zu. Eine niedrige Luftfeuchtigkeit reizt die Schleimhäute, während zu hohe Luftfeuchtigkeit als drückend empfunden wird und Schimmelpilzbildung hervorrufen kann. Die Luftfeuchtigkeit sollte eine relative Feuchte zwischen 40 bis 60% betragen. Nicht zuletzt ist auch die Raumtemperatur ein Kriterium für das Wohlbefinden in geschlossenen Räumen. Diese sollte je nach Tätigkeit zwischen mindestens 12°C für körperlich schwere Tätigkeiten und mindestens 20°C für eine überwiegend sitzende Arbeitshaltung liegen. Ein gesundes Raumklima zeichnet sich zusammenfassend durch die Zusammensetzung der Luft, den richtigen Feuchtegehalt und eine angenehme Temperatur aus. Neben den bereits genannten Einflussfaktoren sind allerdings noch weitere Parameter zu nennen, die das gesunde Raumklima erheblich beeinflussen.

Schadstoffbelastung in Innenräumen

In geschlossenen Räumen finden sich vielerlei Quellen, die zur Qualitätsminderung der Raumluft beitragen.

Chemische Ausdünstungen

Allem voran ist das Mobiliar zu nennen. Durch ihren Anstrich geben Möbelstücke häufig Schadstoffe an die Luft ab; diesen Prozess nennt man chemische Ausdünstung. In Klebern und Farben ist in vielen Fällen der Schadstoff Formaldehyd enthalten. Die Toleranzgrenze der Formaldehyd-Konzentration liegt bei 0,025 ppm. Eine besonders hohe Konzentration findet sich übrigens in Raucherhaushalten, hier wird der Wert nicht selten um das Vierfache überschritten. Im Gegensatz zu vielen anderen Schadstoffen ist Formaldehyd bei hoher Konzentration vom Menschen wahrnehmbar: Der Geruch wird als stechend charakterisiert und ruft bei vielen Menschen Übelkeit, Haut-, Atemwegs- und Augenreizungen hervor. Bei dauerhafter Aussetzung werden zudem die Konzentrationsfähigkeit, die Gedächtnisleistung und der Schlaf beeinträchtigt.

Feinstaub

Als Feinstaub bezeichnet man ein komplexes Gemisch aus festen und flüssigen ultrafeinen Partikeln. In Innenräumen entsteht es unter anderem durch Öfen und Heizungen. Je nach Größe der Partikel hat Feinstaub unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Besonders kleine Partikel gelangen über die Atemwege sogar bis in die Lungenbläschen und so in den Blutkreislauf, wo sie zur Plaquebildung innerhalb der Gefäße führen. Der Grenzwert der Feinstaubfraktion liegt bei einer Aufnahme von 50 µg/m³ am Tag.

Elektrosmog

Elektrosmog ist eine der unsichtbaren Gefahrenquellen des heutigen Zeitalters. Unter dieser Begrifflichkeit versteht man elektromagnetische Felder und Strahlungen, die von technischen Geräten erzeugt werden. Durch die fortgeschrittene technische Ausstattung sind wir ihm in beinahe jeder Situation ausgesetzt. Die Quellen reichen von Alltagsgegenständen, wie dem schnurlosen Telefon, über Stromleitungen bis hin zu staatlichen Radaren. Die Gefahr liegt darin begründet, dass das eigene Informationssystem und unsere Umwelt ebenfalls mit natürlichen elektromagnetischen Signalen arbeiten, die durch die technisch erzeugten Strahlungen und Felder gestört werden. Die gesundheitlichen Risiken sind seither nicht eindeutig nachgewiesen, jedoch wurde in Bevölkerungsgruppen stärkerer Aussetzung in einigen Fällen erhöhtes Risiko für Leukämie oder Schlafstörungen festgestellt.

Radon-Strahlung

Ebenfalls nicht unmittelbar wahrnehmbar ist die Radon-Strahlung. Sie tritt überall dort auf, wo sich Uran in der Erde befindet. Die Strahlung nimmt von unten nach oben ab. Daher sind bodennahe Innenräume, welche der Strahlung direkt ausgesetzt sind, stärker betroffen als hoch gelegene Stockwerke. Als gefährlich gilt Radon selbst nicht, jedoch drei seiner bindungsfähigen, radioaktiven Isotope, die sich über die Atemwege in der Lunge absetzen können. Die radioaktive Strahlung schädigt das Erbgut und macht Radon-Strahlung zu der zweithäufigsten Ursache für Lungenkrebs. Besonders viel Uran befindet sich in ehemaligen Bergbaugebieten, in Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern.

Fogging

Vor allem in renovierten Altbauten, frisch gestrichenen Räumen und Neubauten tritt der sogenannte Fogging-Effekt auf. Dieses Phänomen macht sich durch gräuliche bis schwarze, schmierige Verfärbungen im Wand- und Deckenbereich bemerkbar und tritt fast ausschließlich in der Heizphase auf. Schuld sind organische Verbindungen (VOCs) die durch Teppichböden, Raufasertapeten aber auch Kunststoffoberflächen und diverse Einrichtungsgegenstände an die Raumluft abgegeben werden. Sobald die kalte Jahreszeit Einzug hält und weniger gelüftet wird, steigt die VOC-Konzentration. In Verbindung mit Schwebstaubpartikeln lagern sich diese organischen Verbindungen an den Innenwänden ab. Fogging selbst ist nicht gesundheitsschädlich, jedoch deutliches Indiz für unzureichende Lüftung und allemal ein Ärgernis bei frisch gestrichenen Wänden.

Schützen Sie Ihre Gesundheit

Ob Sie in Ihren vier Wänden schlechter Raumluft ausgesetzt sind, lässt sich nur durch Messungen eindeutig ermitteln, da sich viele Schadstoff- und Gefahrenquellen sonst erst nach jahrelanger Belastung in Form einer ihr zugrundeliegenden Erkrankung bemerkbar machen. Die ersten Anzeichen wie Konzentrationsschwäche, häufigen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und häufigen Grippeeffekten werden oftmals anderen Ursachen zugeschrieben. Durch Wachsamkeit und richtiges Heiz- und Lüftverhalten schützen Sie Ihre Gesundheit. Suchen Sie im Zweifelsfall einen Experten auf, um sich über Möglichkeiten der Verbesserung des Raumklimas beraten zu lassen.