Regen am beschlagenen Fenster

Feuchtigkeitsschäden – die Folgen fehlerhafter Abdichtung

Es gibt unzählige Fehler, die bei der Gebäudeabdichtung auftreten können. Bei älteren Bauwerken
kann die Abdichtung sogar komplett fehlen und was Jahrzehnte kein Problem darstellte, führt
plötzlich durch Starkregen, Trockenheit oder Bodenveränderungen zu Feuchtigkeitsschäden. Weitere
Gründe für fehlerhafte Abdichtungen sind Bau-Planungsfehler, Bau-Ausführungsfehler oder eine
über Jahre hinweg unwirksam gewordene Mauerwerksabdichtung. Im Ratgeber erfahren Sie mehr zu
den möglichen Schäden und Gegenmaßnahmen!

Regen am beschlagenen Fenster

Feuchtigkeitsschäden im Keller bei fehlerhafter Abdichtung

In vielen Fällen beginnen Feuchtigkeitsschäden bei einer mangelhaften oder fehlenden Abdichtung im Keller. Auf Kellerwände drückt häufig Wasser aus dem angrenzenden Bodenbereich. Aber auch Oberflächenwasser, Schlag- oder Starkregen, eine mangelhafte Regenwasserableitung sowie ein hoher Grundwasserspiegel können schnell zum Problem für Kellerböden und Kellerwände werden. Das Wasser dringt gegebenenfalls von außen in das Mauerwerk ein, durchfeuchtet es und sorgt für Feuchtigkeitsschäden wie Spack- und Stockflecken, Schimmel oder Verlusten bei der Wärmedämmung des Gebäudes. Die Bausubstanz selbst kann ebenfalls über die Zeit schweren Schaden nehmen.

Überblick: An den folgenden Schäden können Sie Feuchtprobleme im Keller erkennen, bei denen die Ursache eine mangelhafte Abdichtung sein kann:

  • Korrosion
  • Abplatzungen
  • Salzausblühungen
  • Schimmelpilzbefall
  • Muffiger Kellergeruch
  • Spack- und Stockflecken
  • Erhöhte Luftfeuchtigkeit
  • Befall mit Hausschwamm
  • Feuchte Wände oder Böden
  • Verfärbungen an Wänden oder Böden

Alle diese Feuchteschäden können Anzeichen für eine fehlerhafte Gebäudeabdichtung sein. Es kommen aber auch andere Ursachen wie Feuchte aus der Konstruktion selbst, zum Beispiel nach einem Wasserschaden oder unerkannten Leckagen, sowie raumseitige Feuchte infrage. Der Laie kann den Grund und das Ausmaß der Feuchtschäden nicht ohne fachkundige Unterstützung klären. Wenn Sie diese Schäden an ihrem Haus beobachten, schalten Sie zeitnah einen Fachbetrieb ein. Als Mieter wenden Sie sich hierzu umgehend an Ihren Vermieter, damit dieser einen entsprechenden Betrieb beauftragt. Nur Experten haben das nötige Wissen und die richtige Ausrüstung, um die Ursachen der Kellerfeuchtigkeit gänzlich zu analysieren und nachhaltige Gegenmaßnahmen beispielsweise zur Wiederherstellung der Horizontalsperre durchzuführen.

Wie bekommt man Feuchteschäden im Keller in den Griff?

Zu Beginn einer Sanierung muss eine gründliche Analyse der Ursachen stattfinden. Diese nehmen unsere Experten von Getifix mit dem nötigen Know-how, langjähriger Erfahrung und modernster Technologie vor. Nur wenn wir eine präzise Analyse des Feuchteproblems erhalten, können wir die Ursachen der Feuchteschäden im nächsten Schritt nachhaltig beseitigen.

Im nächsten Schritt klären wir, welche Sanierungsmaßnahmen zur Wiederherstellung der Abdichtung infrage kommen. Klassischerweise werden Häuser beim Neubau und wenn möglich teils auch nachträglich von außen abgedichtet. Hierbei kommt beispielsweise die Getifix Bitumen-Dickbeschichtung zum Einsatz. Bei sehr dichter Bebauung, wie sie in Städten üblich ist, kann häufig keine Außenabdichtung erfolgen, da die baulichen Gegebenheiten dies nicht zulassen. In dem Fall greifen wir auf die Innenabdichtung zurück.

Messung der Wandfeuchtigkeit mit Messgerät

Für die Abdichtung von innen wenden Sanierungsunternehmen unterschiedliche Verfahren an. Unsere Getifix Fachleute nutzen hierfür neben einem Sanierputzsystem zum Beispiel geprüfte mineralische Dichtungsschlämme, die dafür entwickelt wurden, höchsten Feuchtigkeits-und Druckwasserbelastungen standzuhalten. Bei der Sanierung eines kapillardurchlässigen Kellerbodens, bei dem die Betonplatte ungenügend abgedichtet ist, setzen unsere Experten auf das Getifix Kellerbodensystem – eine einfache Lösung mit nur zwei Produkten: einem Dichtgrund und einem Nivellieranstrich. Flankiert wird die Abdichtung des Kellerbodens je nach Bedarfsfall zum Beispiel durch eine chemische Horizontalsperre.

Übrigens: Unsere Getifix Produkte zur Herstellung einer neuen Horizontalsperre – ob beim Neubau oder nachträglich – sind nachweislich auch bis zu einer völligen Durchfeuchtung wirksam. Kontaktieren Sie uns bei Feuchteschäden umgehend – wir helfen Ihnen gern weiter!

nasse Ziegelwand

Feuchtigkeitsschäden im Haus

Neben den häufig auftretenden Schäden durch mangelnde Abdichtung der Innen- oder Außenwände im Kellerbereich können Feuchtschäden auch im Rest des Hauses auftreten. So kann es durch undichte und durchfeuchtete Kellerwände zu aufsteigender Feuchtigkeit kommen, die dann wiederum auch höhere Teile des Gebäudes in Mitleidenschaft zieht. Anzeichen hierfür wären beispielsweise Spack- und Stockflecken an Wänden und Tapeten in Fußbodennähe. Ebenfalls können Fußbodenleisten und Bodenbeläge wie Laminat und Parkett aufquillen oder zu schimmeln anfangen. Auch hierfür wäre ein zunehmend muffiger Geruch ein Indiz, denn die Feuchteschäden können lange Zeit unsichtbar bleiben.

 

Hinweis:

Berücksichtigen Sie, dass Schimmel in vielen Fällen schwer gesundheitsschädigend ist und in Wohnungen umgehend fachgerecht entfernt werden muss. Andere Schäden wie der Befall mit Hausschwamm zersetzen sogar Bauteile (hier Holz) und sind teils anzeigepflichtig.

 

Undichte Gebäudeabdichtungen im Kellerbereich sind für darüberliegende Wohnbereiche nur eines der Risiken. Auch die Außenwände einer Wohnung können beispielsweise durch Risse und Fehlstellen im Mauerwerk undicht sein. Die Regenwasserableitung von Dächern oder Balkonen kann Fehler aufweisen und so zum Eindringen von Wasser ins Mauerwerk beitragen. Schlecht abgedichtete Balkone, Terrassen oder defekte Fenster und Türen stellen ebenfalls potenzielle Einfallstore für Feuchtigkeit dar. Auf diese Weise kann eindringende Feuchte aufgrund von mangelhaften Abdichtungen überall im Gebäude, ob Wohnbereiche, Arbeitsräume oder Nassbereiche, zu Feuchtigkeitsschäden führen. Typische Merkmale sind auch hier:

  • Muffiger Geruch
  • Schimmelbildung
  • Erhöhte Luftfeuchtigkeit
  • Befall mit Hausschwamm
  • Feuchte Wände oder Böden
  • Salzausblühungen an Wänden
  • Abplatzungen am Putz und Mauerwerk
  • Korrosion an Metallteilen mit Wandkontakt
  • Defekte Wärmedämmung an Wänden und Fenstern
  • Verfärbungen an Wänden, Böden oder anderen Bauelementen
  • Aufgequollenes Holz wie Parkett oder andere Bodenbeläge wie Laminat
  • Spack- und Stockflecken – z. B. an Wänden, Tapeten oder Holzvertäfelungen

Ob Feuchtigkeitsschäden im Schlafzimmer, Dachgeschoss oder Kinderzimmer, lassen Sie die Ursachen zeitnah von einem Fachbetrieb abklären, bevor sich die Probleme vervielfältigen. Hier gilt die Devise: Wer wartet, zahlt am Ende drauf. Im Anschluss an die gründliche Analyse durch unsere Fachleute folgt die nachhaltige Sanierung der Feuchtigkeitsschäden gemäß den Ursachen und baulichen Umständen.

Wie Sie Feuchtigkeitsschäden vermeiden

Eine verlässliche Gebäudeabdichtung in sämtlichen Bereichen – vom Kellerboden bis zum Dach – ist in jeder Hinsicht die wichtigste Voraussetzung, um Feuchtigkeit im Haus oder der Wohnung zu vermeiden. Nur mit einer intakten Abdichtung haben Sie keine Probleme mit eindringender Feuchte. Da Sie viele Abdichtungen gerade im Kellerbereich wie eine Horizontalsperre aber nicht jederzeit in Augenschein nehmen können, müssen Sie umso schneller auf die Anzeichen von Feuchteproblemen oder gar Feuchtigkeitsschäden reagieren. Wer die Behebung offensichtlicher Probleme auf die lange Bank schiebt, riskiert immer größere Schäden wie eine komplette Durchfeuchtung der Außenwände und Schimmelbildung im Gebäude. Wenn Sie also eines oder mehrere der oben genannten Merkmale im Haus oder der Wohnung feststellen, dann wenden Sie sich umgehend an einen ausgewiesenen Fachbetrieb, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Hinweis: Als Mieter einer Wohnung oder eines Hauses sind Sie in der Regel dazu verpflichtet, Schäden, die die Bausubstanz betreffen oder nachhaltig schädigen können, Ihrem Vermieter zu melden. Hierzu zählt auch eine mangelhafte Abdichtung oder größere Schimmelbildung.

Von außen eindringende Feuchtigkeit verhindern

Neben den Kellerabdichtungen oder den Abdichtungen von Mauerwerk und Dach eines Gebäudes, die der Laie in der Regel nicht ohne Weiteres prüfen kann, gibt es, wie beschrieben, weitere Einfallstore. Zu diesen potenziellen Toren gehören Türen, Fenster und Regenrinnen, sowie Balkone, Gebäude- und Dachübergänge. Prüfen Sie bei all diesen Elementen – entweder bei vorliegenden Merkmalen oder in regelmäßigen Abständen – ob die Dichtigkeit beziehungsweise Abdichtung gegeben ist. Nutzen Sie unter anderem folgende Checkliste:

 

  • Gibt es Zug (Kerzentest) an Fenstern oder Türen?
  • Sind alle Dichtungen an Fenstern und Türen intakt?
  • Müssen defekte Dichtungen ausgetauscht werden?
  • Weisen Außenwände Risse, Abplatzungen oder andere Fehlstellen auf?
  • Sind alle Regenrinnen intakt und sauber?
  • Laufen Regen- und Schmelzwasser ordentlich ab?
  • Läuft Wasser vom Balkon und der Terrasse ordentlich (vom Haus weg) ab?
  • Sitzen alle Dachpfannen richtig und ist die Dachbedeckung intakt?
  • Sind Gebäudeanbauten und Übergänge zu angrenzenden Gebäuden abgedichtet?
Haus wird durch Regenschirm vor Feuchtigkeit geschützt

Wenn Sie sich selbst einige kleinere Maßnahmen zur Abdichtung wie das Austauschen von defekten Fenster- und Türdichtungen zutrauen, dann können Sie hier etwas Geld sparen. Achten Sie aber stets auf die korrekte Ausführung und überprüfen Sie die Arbeit. Auch Risse und Abplatzungen in Putz und Mauerwerk kann ein versierter Heimwerker gegebenenfalls selbst in Angriff nehmen. Sollte es allerdings bereits zu Feuchtigkeitsschäden gekommen sein oder Sie sind sich nicht sicher, ob Sie die Arbeiten mit der nötigen Expertise durchführen können, dann wenden Sie sich gern umgehend an unsere Fachleute

Feuchte aus der Konstruktion und raumseitige Feuchte vermeiden

Ein Wasserschaden lässt sich in der Regel nur bedingt vermeiden. Dichten Sie erkannte Leckagen umgehend ab. Prüfen Sie Anschlüsse an Geräten wie der Waschmaschine und dem Geschirrspüler regelmäßig und schließen Sie die Maschinen nur entsprechend der Herstellerhinweise an. Lassen Sie kleine Kinder nicht allein, wenn sie mit Wasser spielen. Und sollte es dennoch zu einem Wasserschaden beispielsweise auch durch eine Überschwemmung kommen, dann reagieren Sie sofort und holen Sie Hilfe durch die Feuerwehr sowie einen Fachbetrieb. Lassen Sie den Schaden unbedingt von Fachleuten prüfen, damit die anschließende Sanierung professionell erfolgen kann.

Wenn Sie neue Estrichböden oder Ähnliches im Haus verlegen, dann achten Sie stets auf die angemessene Trocknungszeit und lüften Sie währenddessen unbedingt viel. Es geht hier darum, die Einbaufeuchte oder Baurestfeuchte zu vermeiden. Auch hier könnten andernfalls Feuchteschäden wie Schimmel drohen – trotz bester Abdichtung und Wärmedämmung.

Generell behalten Sie die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum im Auge. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit von über 60 – 70 Prozent begünstigt die Bildung von Schimmel und Feuchteschäden. Lüften Sie täglich gründlich. Hier ist Stoßlüften angesagt. Dauerhafte Kipplüftung bringt nicht denselben Erfolg. Mehr zum Thema „Richtig Lüften“ lesen Sie in unserem Ratgeber.

FAQ – Fragen und Antworten zu Feuchtigkeitsschäden

Was tun bei feuchten Wänden?

Das Wichtigste ist, dass die Ursachen der Feuchte festgestellt werden. Wenden Sie sich hierzu an einen ausgewiesenen Fachbetrieb, um eine Feuchtigkeitsanalyse durchführen zu lassen. Feuchte Wände können unterschiedliche Ursachen haben und schwere Feuchtigkeitsschäden bedeuten. Daher ist eine fachkundige Abklärung unbedingt erforderlich, um zeitnah geeignete Maßnahmen zu ergreifen und Baustoffe, Bausubstanz sowie die Gesundheit der Bewohner zu schützen.

Wer zahlt bei Feuchtigkeitsschäden?

Sollte ein Mieter nachweislich für Schäden durch Feuchtigkeit wie Schimmel verantwortlich sein, dann kann der Vermieter eine Sanierung durch den Mieter verlangen. Sollten bauliche Mängel oder andere Gründe vorliegen, für die der Mieter nicht verantwortlich ist, trägt der Vermieter zunächst die Kosten für eine Sanierung. Unter Umständen müssen bei bestimmten Schäden wie zum Beispiel einem Wasserschaden auch Versicherungen für den Schaden aufkommen. Die genauen Angaben dazu entnehmen Sie Ihrer Versicherungspolice.

Was ist eine Bauwerksabdichtung?

Eine Bauwerksabdichtung dient, wie der Name bereits vermuten lässt, der Abdichtung eines Gebäudes. Hierfür kommen diverse Möglichkeiten und Bereiche rund um das Haus sowie im Inneren des Hauses infrage. Für die äußere Abdichtung der Kellerwand werden beispielsweise Bitumenbeschichtungen, Dichtungsschlämme und Drainagen genutzt. Unterscheiden lassen sich Flächenabdichtungen sowie flankierende Maßnahmen wie eine Horizontalsperre oder die Sockelausbildung.

Was kostet eine Bauwerksabdichtung?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten und hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten, der Größe des Hauses und den notwendigen Abdichtungsmaßnahmen ab. Auch der Einsatz bestimmter Baustoffe kann günstiger oder kostspieliger ausfallen. Wichtig ist aber, dass vor der Bauwerksabdichtung eine gründliche Analyse gemacht wird, um die erforderlichen Maßnahmen korrekt durchzuführen – andernfalls drohen später massive Sanierungskosten. Besser vorher richtig investieren und später gesund und günstig wohnen.

Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns! 

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