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Schimmel und die Folgen: Gesundheit in Gefahr

Schimmel in Wohnräumen ist verantwortlich für verschiedene Erkrankungen, Reizungen und Allergien sowie Infektionen. Häufig zeigen sich Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. In einigen Fällen entstehen schwere gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten, oft auch mit chronischem Verlauf.

Erfahren Sie im Folgenden im Detail, welche Folgen Schimmelbefall in Wohnräumen sowie auf unsere Gesundheit haben kann. Lesen Sie zudem, für welche baulichen Schäden Schimmel mitverantwortlich ist und was Sie gegen einen Schimmelbefall tun können. Sorgen Sie für ein rundum gesundes und schimmelfreies Zuhause für sich und Ihre Familie!

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Schimmel – der gefährliche Pilz

Weltweit gibt es rund 250.000 verschiedene Arten von Schimmelpilzen. Davon sind etwa 100.000 Arten bekannt. Ein Schimmelpilz ist aus dem Myzel aufgebaut, das sind viele feine Fäden. Dieses Myzel ist meist weißlich, grünlich oder grau. Zur Fortpflanzung des Pilzes dienen die Sporangien. Sporangien erzeugen Schimmelpilzsporen und geben diese an die Luft ab. Sporen befinden sich als Schwebeteilchen überall in der Luft. Sie sind mikroskopisch klein und ein leichter Windzug genügt, um sie zu verbreiten. Finden die Sporen geeignete Lebensbedingungen, setzen sie sich nieder. Ein optimaler Ort bietet ihnen genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe zum Wachsen.

In Innenräumen bemerken wir Schimmelpilze beispielsweise auf Lebensmitteln oder Blumenerde sowie gegebenenfalls an Kachelfugen im Badezimmer oder Wänden. Viele Schimmelpilze sondern einen unangenehm muffigen Geruch ab und bilden je nach Art hochgiftige Stoffe. Von Schimmel befallene Lebensmittel können enorm gefährlich sein. Im schlechtesten Fall ist der Schimmelpilz krebsauslösend und Leber sowie Nieren schädigend. Wichtig daher: Entsorgen Sie schimmelige Lebensmittel schnellstmöglich.

Ebenso gefährlich ist ein Schimmelbefall im Gebäude. Schimmel auf dem Mauerwerk, unter dem Bodenbelag oder an der Decke, hinter Wandverkleidungen, auf Tapeten oder Einrichtungsgegenständen erhöht die Sporenkonzentration in der Raumluft der Innenräume deutlich. Dadurch verbreitet sich der Pilz in der Wohnung leicht weiter und führt zu weiteren Schäden an der Bausubstanz. Gelangt eine große Menge der Sporen beim Einatmen in den Körper, entstehen schlimmstenfalls Allergien, Reizungen und systemische Entzündungen sowie Infektionen. Gefährdet sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder, Personen mit bestehenden Erkrankungen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Im nächsten Absatz gehend wir auf die gesundheitlichen Probleme als Folge eines Schimmelbefalls in der Wohnung näher ein.

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Krank durch Schimmelsporen

Gut zu wissen: Kleine Mengen Schimmelpilzsporen, die über die Außenluft in unsere Wohnung gelangen, sind üblicherweise für uns Menschen ungefährlich. Durch regelmäßiges Lüften gelangen sie schnell wieder nach draußen. Liegt jedoch ein Schimmelbefall im Wohnraum vor, steigt die Konzentration an Schimmelsporen in der Raumluft enorm. Über die Atmung und über die Haut gelangen Schimmelpilze oder deren Bestandteile in den menschlichen Körper. Hier können sie zu Reizungen oder Allergien führen. Die Giftstoffe, die sogenannten Mykotoxine sind ursächlich für verschiedene Krankheiten. Einige gesundheitsgefährdende Pilzarten stehen in Verdacht, Krebs auszulösen oder verantwortlich für schwere Organschäden zu sein.

Typische Symptome bei Schimmel in Wohnräumen

Zur gesundheitsgefährdenden Schimmelbelastung in Wohnräumen gehören eine ganze Reihe von typischen Symptomen. Die folgenden Beschwerden treten häufiger auf:

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Starke Müdigkeit, Schlafprobleme und Abgeschlagenheit
  • Halskratzen, Heiserkeit und Husten
  • Gerötete sowie brennende Augen
  • Bauchschmerzen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden
  • Atemwegsbeschwerden
  • Hautausschlag, Ekzeme
  • Ungeklärte Pilzerkrankungen

Diese Symptome können allerdings auch in Zusammenhang mit anderen Krankheiten auftreten. Sie weisen daher nicht unmittelbar auf einen Schimmelbefall hin. Manchmal leben Menschen über Jahre in einer schimmeligen Wohnung, ohne bestehende Beschwerden in Verbindung mit dem Befall zu bringen. Auftretende Krankheiten und Symptome werden dem Schimmelbefall nicht eindeutig zugeschrieben. Für die Betroffenen entsteht ein langer Weg bis zu richtiger Diagnose und geeigneten Behandlungsmaßnahmen. Mithilfe spezieller Tests auf Schimmel klären Ärzte die Auslöser der Beschwerden ab.

 

Bauch mit Blume

Schimmelpilzallergie

Einige Menschen reagieren allergisch auf Schimmel. Eine Schimmelpilzallergie äußert sich in verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden, die typischerweise ortsbezogen auftreten. Beispiele für Reaktionen bei einer Schimmelpilzallergie sind wiederum:

  • Atemwegsbeschwerden, Schnupfen, Kurzatmigkeit, Bronchitis bis hin zu Asthma
  • Kopfschmerzen, Migräne, brennende Augen, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen

Mithilfe eines Hauttests, dem sogenannten Pricktest oder einer Blutuntersuchung stellen Ärzte eine Schimmelpilzallergie fest. Typische allergieauslösende Pilze sind Schimmelpilze des Typs Alternaria oder Aspergillus. Medikamente wie Antihistaminika versprechen zwar Linderung. Langfristig hilft aber nur eine umfangreiche Schimmelpilzsanierung, um die Beschwerden zu beseitigen.

menschliche Zellen

Systemische Entzündungen

Schimmelpilz ist in einigen Fällen auch verantwortlich für systemische Entzündungen. Nach dem Einatmen von Schimmel und dessen Bestandteilen werden im Körper betroffener Personen Entzündungsstoffe freigesetzt. Diese verursachen Erkrankungen wie das Mucous Membrane Irritation Syndrome (MMIS) oder das Organic Dust Toxic Syndrome (ODTS). Systemische Entzündungskrankheiten äußern sich in Schleimhautreizungen sowie Fieber und grippeartigen Symptomen.

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Infektionen

Infektionen durch Schimmelpilze treten zwar relativ selten auf, nehmen aber dann häufig einen schweren Krankheitsverlauf. Betroffen sind vor allem Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem oder ältere Personen, die anfällig sind für Infektionen der Atemwege. Typische Symptome für eine Schimmelpilz-Infektion sind Fieber, Lungenentzündung, Husten teilweise mit blutigem Auswurf und Atemnot. Möglich sind auch Schmerzen der Lunge, Druckempfindlichkeit der Nebenhöhlen, Ausfluss aus Ohr oder Nase sowie Gewichtsverlust. In Einzelfällen ist das zentrale Nervensystem von der Infektion betroffen, was sich in epilepsieähnlichen Anfällen oder Hirnhautentzündung äußert.

Lebensmittel

Schimmelpilzvergiftungen

Schimmelpilzvergiftungen entstehen meistens, wenn verschimmelte Lebensmittel in den Körper gelangen. Aber auch ein dauerhafter Aufenthalt in belasteten Räumen kann eine erhöhte Giftkonzentration im Körper bewirken. Die Giftstoffe der Pilze verbreiten sich in der Raumluft und lösen beim Einatmen Vergiftungssymptome beim Menschen aus. Erste Anzeichen sind oft Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Auch treten starke Müdigkeit und Wahrnehmungsstörungen sowie Beschwerden im Verdauungstrakt wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auf.

Frau riecht an Blume

Geruchsbelästigung

Wir alle kennen den typischen modrig-muffigen Schimmelgeruch. Ursache dafür sind die sogenannten Microbially Volatile Organic Compounds (MVOC). Hierbei handelt es sich um mikrobielle flüchtige organische Verbindungen. MVOC sind Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes, die an die Luft gelangen. Stetige Geruchsbelästigungen in der Wohnung können zu Befindlichkeitsstörungen führen und sich ebenfalls negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Außerdem verursachen unangenehme Gerüche oft Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Folgen von Schimmel und Feuchtigkeit für das Gebäude

Schimmelpilze wirken auch schädigend auf Gebäude und sind ursächlich für verschiedene Bauschäden.

Schimmel an Holzkonstruktionen beispielsweise führt zu einer Zersetzung des natürlichen Baustoffes. Dringen die Sporen tief ins Holz ein, lassen sie sich nur schwer von außen entfernen. Sind tragende Teile betroffen, beeinträchtigt dies im schlimmsten Fall die Statik des Gebäudes.

Dazu begünstigen Feuchtigkeit und Schimmelpilz das Wachstum weiterer holzzerstörerischer Pilze, wie Braunfäule, Weißfäule oder Hausschwamm. Ist Holz von Braunfäule befallen, verliert es an Festigkeit und Masse. Es wird brüchig und zerfällt. Weißfäule ist in Innenräumen eher selten anzutreffen, doch auch sie mindert die Stabilität des Holzes. Besonders gefährlich ist der Hausschwamm. Er wächst häufig im Verborgenen und verbreitet sich schnell. Wenn er entdeckt wird, hat er bereits oft großen Schaden angerichtet. Es sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, um einen Befall mit Hausschwamm und anderen holzzerstörenden Pilzen im Haus grundlegend zu beseitigen.

Nicht nur Holz als Baustoff ist von Schimmelpilz betroffen. Der Pilz setzt sich auch auf Tapeten, Möbeln und Textilien nieder und macht sie unbenutzbar. Schimmel belastet ebenso mineralische Baustoffe. Schimmel an den Wänden zieht vermehrt Feuchtigkeit aus der Raumluft in die Bausubstanz. Die Feuchtigkeit verursacht dann weitere Bauschäden. So begünstigt sie die Bildung hygroskopischer Salze, die die Wände zusätzlich durchfeuchten. Durch erhöhte Mauerwerksfeuchtigkeit verschlechtert sich die isolierende Wirkung der eingesetzten Dämmstoffe. Die Folgen: erhöhte Wärmeverluste und steigende Energiekosten.

 

 

Was tun gegen Schimmelpilz?

Fassen wir zusammen: Schimmel, seine Sporen und andere Bestandteile des Pilzes führen zu einer Reihe von Krankheiten. Sie wirken auf unser Wohlbefinden und sind ursächlich für Krankheiten, Reizungen und Allergien. Hierbei macht die Dosis das Gift: Wer ständig unter Schimmelbelastung steht, unterliegt einem höheren gesundheitlichen Risiko. Vor allem in Wohn- und Schlafräumen stellt Schimmelbefall daher eine enorme Belastung für den Körper dar.

 

Dazu wirkt Schimmel auch schädigend auf das Gebäude und die Bausubstanz. Eine starke Ausbreitung des Pilzes führt meist zu weiteren Bauschäden. Begünstigt werden zusätzlich die Bildung von Feuchtigkeit und holzzerstörenden Pilzen.

Das Problem: Nicht immer ist ein Schimmelbefall direkt erkennbar. In einigen Fällen wächst der Pilz im Verborgenen, etwa unter einer Wandverkleidung, hinter großen Möbelstücken oder unter dem Bodenbelag. Auch wenn Sie ihn nicht sehen – ein Schimmelbefall verursacht in jedem Fall eine Erhöhung der Sporenkonzentration in der Raumluft. Bestehen ungeklärte Krankheitssymptome, gibt ein Test auf Schimmel als Krankheitsursache Klärung.

Liegt ein unerkannter Schimmelbefall im Haus vor, handeln Sie schnell und holen Sie sich professionelle Hilfe. Mithilfe spezieller Tests und Messungen kommt ein Fachmann dem Schimmelpilz schnell auf die Spur.

Wichtig bei Schimmel: Entfernen Sie ihn nicht selbst. Bestehende Krankheiten und Allergien durch Schimmel in Ihrer Familie können sich bei unsachgemäß ausgeführten Arbeiten verschlimmern. Oberflächliches Abwischen und Überstreichen helfen nicht, den Pilz nachhaltig zu beseitigen. Auch besteht die Gefahr, dass sich Pilz und Sporen durch unfachmännische Arbeiten weiter in den Räumen verteilen. Beseitigen Sie Schimmel in der Wohnung daher fachgerecht und professionell. Ein Fachbetrieb macht die Ursachen des Schimmelbefalls ausfindig und bietet Ihnen nachhaltige Lösungen zum Schutz Ihrer Gesundheit. Mit einer umfangreichen Schimmelpilzsanierung durch einen Fachbetrieb entfernen Sie Schimmel sicher, zuverlässig und nachhaltig.

FAQ – Fragen und Antworten zu Schimmel & Gesundheit

Wie wirkt sich Schimmel auf die Gesundheit aus?

Schimmel, seine Sporen und andere Bestandteile des Pilzes sind verantwortlich für eine Reihe gesundheitlicher Beschwerden. Er kann Reizungen, Entzündungen, Infektionen und Allergien auslösen. Auch Schimmelpilzvergiftungen sind möglich sowie Befindlichkeitsstörungen durch die Geruchsbelastung. Beseitigen Sie Schimmel in Wohnräumen daher schnellstmöglich. Nehmen Sie die Hilfe eines ausgewiesenen Fachbetriebes in Anspruch. Nur mit einer professionellen Schimmelpilzsanierung entfernen Sie Schimmel und die Ursachen der Schimmelbildung gründlich und nachhaltig.

Wie gefährlich ist Schimmel?

Schimmel stellt ein hohes gesundheitliches Risiko für den Menschen dar. Schimmel auf Lebensmitteln ist enorm gefährlich. Der Pilz kann beim Verzehr schwere Vergiftungen auslösen und im schlimmsten Fall zu Krebs oder Organschäden führen. Verschimmelte Lebensmittel sollten Sie daher nicht essen, sondern direkt entsorgen.

Bei Schimmelsporen in der Atemluft kommt es meist auf die Höhe der Dosis an. In der Luft befindet sich immer eine gewisse Menge Sporen, die in üblicher Konzentration kein Gesundheitsrisiko darstellt. Ein Schimmelbefall im Haus hingegen erhöht die Sporenkonzentration in der Raumluft um ein Vielfaches. Das Einatmen großer Mengen Schimmelsporen über einen längeren Zeitraum löst häufig gesundheitlichen Beschwerden aus. Besonders gefährdet sind Menschen mit schwachem Immunsystem. Säuglinge und kleine Kinder besitzen beispielsweise eine schwächere Immunabwehr. Auch ältere oder erkrankte Menschen leiden häufiger an Belastungen durch Schimmel.

Kann Schimmel Lungenentzündungen verursachen?

Grundsätzlich können Schimmelpilze und Sporen die Lunge reizen und Beschwerden der Atemwege wie Husten, Bronchitis oder Asthma hervorrufen. Insbesondere bei immunschwachen, frisch operierten oder chronisch kranken Menschen treten vereinzelt auch Infektionen durch Schimmel auf. Dabei kommt es je nach Ausprägung zu einem Pilzbefall in der Lunge. Eine Schimmelpilz-Infektion in der Lunge führt zu Beschwerden wie Lungenentzündung, Bronchienentzündung und Atemnot. Rasselgeräusche beim Atmen, schmerzhaftes Husten, bräunlich-eitriger, zum Teil blutiger Auswurf sind typische Symptome.

Ist es gefährlich, Schimmel einzuatmen?

Macht sich Schimmel in Wohnräumen breit, entsteht eine hohe Konzentration an Schimmelsporen in der Raumluft. Atmen die Bewohner eine große Anzahl an Sporen über einen längeren Zeitraum ein, sind Erkrankungen der Atemwege, Reizungen und Allergien sowie Infektionen und Vergiftungserscheinungen möglich. Auch ein nicht sichtbarer Schimmelbefall etwa hinter Wandverkleidungen oder großen Möbelstücken führt zu einer Erhöhung der Sporenkonzentration. Bei unspezifischen Symptomen und Verdacht auf eine Erkrankung durch Schimmel untersuchen Sie Ihre Räume schnellstmöglich auf einen Schimmelbefall. Das erfolgt am besten mithilfe eines Fachmanns, der dem schädlichen Pilz schnell und direkt auf die Spur kommt.

Kann Schimmel Hautausschlag verursachen?

Neben Atemwegserkrankungen kann Schimmelpilz auch Auslöser für einen Hautausschlag sein. Das äußerst sich in einer Neurodermitis mit juckendem, gerötetem Hautausschlag oder einer Nesselsucht mit Quaddeln und Hautrötung. Sind diese Symptome auf eine allergische Reaktion zurückzuführen, gibt ein Haut- oder Bluttest beim Arzt Aufschluss über die verantwortlichen Allergene.

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