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Newsletter November 2014

Das Mailmagazin von Getifix für gesundes, schönes und sicheres Wohnen

Sehr geehrte Damen und Herren,

trotz des milden, fast spätsommerlichen Wetters der vergangenen Tage kann es keinen Zweifel daran geben: Die dunkle, kalte Jahreszeit hat begonnen. Und dies bedeutet in der Regel, dass wir uns überwiegend drinnen aufhalten. Damit es bei Ihnen zu Hause nicht nur angenehm warm, sondern möglichst auch schadstoffarm ist, geben wir Ihnen heute Hinweise zur Vermeidung von sogenannten VOCs, stellen Ihnen verschiedene Dämm-Varianten und eine entscheidende Neuerung der EnEV 2014 vor und erklären Ihnen, in welchem Verhältnis Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit stehen sollten. Dazu gibt es eine weitere goldene Regel des Einbruchschutzes.

  1. Dicke Luft in Innenräumen: So vermeiden Sie VOCs
  2. Behaglichkeit mit relativer Luftfeuchtigkeit
  3. Das Haus warm anziehen: Diese Dämm-Varianten gibt es
  4. Gut gesicherte Fenster und Türen bieten Schutz vor Einbruch
  5. Tipp: EnEV 2014 ohne Mindestanforderung an die nachträgliche Wärmedämmung

Dicke Luft in Innenräumen: So vermeiden Sie VOCs

In der kalten Jahreszeit halten wir uns besonders häufig in geschlossenen Räumen auf. Hier ist es im Idealfall angenehm warm und kuschelig. Doch wenn in den Innenräumen „dicke Luft“ durch Schadstoffe herrscht, ist dies alles andere als gesund.

Sogenannte VOCs (Volatile Organic Compounds) können in Innenräumen die Luft verpesten. Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich eine Vielzahl von Reiz- und Geruchstoffen, Lösungsmitteln und chemisch-organischen Substanzen, die aus ganz unterschiedlichen Materialien ausgasen und die Raumluft belasten. Eine mögliche Quelle der VOCs sind zum Beispiel Bauchemikalien und lösungsmittelhaltige Substanzen. Farben, Lacke, Putze, Bitumenanstriche, Kunststoffbeschichtungen, aber auch Putz- und Reinigungsmittel. Feinstaub aus Laserdruckern, Kopierern oder Kaminen und Zigarettenrauch setzen der Raumluft und damit den Bewohnern ebenfalls gehörig zu.

VOCs werden für das Auftreten des sogenannten Sick-Building-Syndroms (Befindlichkeitsstörungen und gesundheitliche Beschwerden in Gebäuden) verantwortlich gemacht. Die Betroffenen leiden unter Reizungen der Atemwege und der Augen, Kopfschmerzen, Hautausschlägen und Konzentrationsstörungen. Kinder sowie alte und immungeschwächte Menschen sind besonders betroffen. Daher sollten Schadstoffe in Räumen unbedingt vermindert und weitestgehend vermieden werden.

Was kann man tun, um sich zu schützen? Bei Möbeln sind Vollholzmöbel eine gute Wahl, auch hochwertige und offenporige Holzböden haben eine äußerst positive Wirkung auf das Raumklima. Wer die Anschaffung der meist hochpreisigen Möbel aus Vollholz scheut, sollte sich für solche aus qualitativ hochwertigen Paneel- oder Dreischichtplatten mit einem geringen Leimanteil entscheiden. Im Übrigen geben Umweltzeichen und ökologische Prüfsiegel, wie zum Beispiel „Der Blaue Engel“, Aufschluss darüber, welche Möbel schadstoffarm sind.

Bei den Wandbeschichtungen gelten Kalk- oder Lehmputze als wohngesund und ökologisch sinnvoll, da sie Feuchte speichern und bei Lüftung wieder abgeben können. Auch Silikat- und Kalkfarben haben diese Eigenschaften und beugen damit wirksam einer Schimmelpilzbildung vor. Bevorzugen Sie außerdem lösungsmittelfreie Farben und Lacke, wenn Sie Ihre Innenräume renovieren und streichen Sie nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist. Grundsätzlich ist es wichtig, sich vor einer Renovierung von Experten beraten zu lassen. Der Getifix Fachbetrieb in Ihrer Nähe kann Ihnen eine ganze Reihe ökologisch sinnvoller Wandbeschichtungen präsentieren, die in der Lage sind, die Luft in Ihren Räumen nachhaltig zu verbessern und Schadstoffe abzubauen. Erste Informationen dazu finden Sie hier.

Behaglichkeit mit relativer Luftfeuchtigkeit

Tropische Außentemperaturen haben wir zu dieser Jahreszeit zwar nicht mehr zu erwarten. Warum sich aber die meisten Menschen in heißer, feuchter Luft nicht besonders wohlfühlen, möchten wir Ihnen heute dennoch erklären.

Wenn es draußen schwül ist, klagen viele über Kreislaufprobleme und Unwohlsein. Ist es jedoch heiß und trocken, freut man sich gemeinhin über die Wärme, fühlt sich leistungsfähig und ausgeglichen. Was für das Wetter gilt, trifft auch auf das Klima in den Innenräumen zu. Warme Luft bringt uns bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie beispielsweise im Badezimmer, schnell ins Schwitzen. Woran liegt das? Weil das menschliche Kühlsystem durch die Verdunstung über die Haut arbeitet. Ist die Umgebungsluft ohnehin schon sehr feucht, verlangsamt sich diese Verdunstung und der Kühleffekt nimmt ab. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl „im Wasser zu stehen“. Ist die Luft jedoch trockener, kann sie Ausdunstungen schneller und besser aufnehmen.

Kalte feuchte Luft, wie sie häufig in Kellern zu finden ist, lässt uns schaudern. Behaglich ist das wirklich nicht. Ist die Luft jedoch bei einer niedrigen Luftfeuchte kalt, empfinden wir diese Kälte als weniger unangenehm. Innenräume empfinden wir daher dann als behaglich, wenn die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent und die Raumtemperatur zwischen 19 und 22 °C liegt (siehe Grafik). Regelmäßiger Luftaustausch ist notwendig, um die feuchte Luft, die innen durch Atmung, Kochen, Waschen etc. entsteht, nach außen zu transportieren. Generell gilt, dass die Lüftung am besten funktioniert, wenn die Luft außen relativ trocken ist.

Das Haus warm anziehen: Diese Dämm-Varianten gibt es

Wer sein Haus energetisch sanieren und dämmen möchte, steht vor der entscheidenden Frage: Welche Dämmung ist die geeignete? Außendämmung, Kerndämmung oder doch lieber eine Wärmedämmung? Wir stellen Ihnen kurz die Unterschiede vor.

Die Außendämmung ist in Deutschland die bekannteste Form der energetischen Sanierung. Bei einer Dämmung der äußeren Gebäudehülle kommen meist die sogenannten Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) zum Einsatz. Die Wärmedämmplatten werden von außen auf das Mauerwerk geklebt oder gedübelt. Darüber kommen eine Armierungsschicht, die eine spätere Rissbildung durch Temperaturschwankungen verhindert, und ein Sichtputz. Am weitesten verbreitet sind Dämmplatten aus Polystyrol (Styropor). Aber auch Platten aus Mineralwolle, Holzfasern, Hanf oder Kork werden eingesetzt. Bei dem verwendeten Material sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es nicht brennbar ist und einer Schimmelpilz- und Algenbildung entgegen wirkt. Wer nachhaltig dämmen möchte, sollte nicht nur die Energieeffizienz des Materials im Auge haben, sondern auch dessen Ökobilanz und seine Nachhaltigkeit.

Falls von außen nicht gedämmt werden kann, zum Beispiel aus Denkmalschutzgründen oder bei einer Grenzbebauung, bietet sich eine Wärmedämmung an. Sie hat den Vorteil, dass sie jederzeit, also auch jetzt im Herbst und Winter, durchgeführt werden kann und nur einzelne Räume saniert werden können. Bei einer Dämmung der Außenwände auf der Innenseite ist zu beachten, dass die verwendeten Materialien diffusionsoffen und kapillaraktiv, d.h. feuchteregulierend sind. Dadurch wird die Schimmelpilzbildung vermieden und ein gutes Raumklima gefördert. Mineralische Dämmplatten aus Calciumsilikat sind dafür hervorragend geeignet.

Die dritte Dämm-Variante, die Kerndämmung, setzt voraus, dass ein zweischaliges Mauerwerk, eine innere und eine äußere Wand, vorhanden ist. Über kleine Bohrungen in der Mauer wird das Granulat eingefüllt bzw. eingeblasen. Das Material, vorzugsweise faserfreie, mineralische und wasserabweisende Schüttdämmstoffe auf Perlitebasis, wird dabei so verdichtet, dass es eine wärmeisolierende Pufferzone bildet. Der Vorteil einer Kerndämmung: Diese Maßnahme ist in der Regel mit wenig Aufwand verbunden, jedoch ist die Dämmwirkung eingeschränkt.

Welche der vorgestellten Dämm-Möglichkeiten für Ihr Gebäude in Frage kommt, kann am besten ein Fachmann beurteilen. Die Experten der Getifix Fachbetriebe beraten Sie umfassend und kompetent und geben Ihnen so wertvolle Entscheidungshilfen. Einen ersten Überblick können Sie sich hier verschaffen.

Gut gesicherte Fenster und Türen bieten Schutz vor Einbruch

Die dunkle Jahreszeit ist Hochsaison für Diebe und Einbrecher. Grundsätzlich aber gilt: Gelegenheit macht Diebe. Eine effektive Einbruchsicherung ist daher ein gutes Mittel, sich vor unliebsamen Gästen zu schützen.

In unserem letzten Newsletter haben wir Sie mit der 1. Regel zur Vermeidung von Einbrüchen vertraut gemacht: Teilen Sie keinem Fremden mit, wann und wie lange Sie abwesend sind. Heute folgt die 2. Regel: Wenn Sie das Haus verlassen, schließen Sie Ihre Haus- und Wohnungstür ab und schließen Sie unbedingt auch Ihre Fenster.

Gekippte Fenster oder Terrassentüren sind für Diebe geradezu eine Einladung. Trotzdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Einbrecher dadurch nicht ins Hausinnere gelangen können. Das ist leider ein Irrtum, der schwere Folgen haben kann. Grundsätzlich ist es so, dass Diebe häufig auf die schnelle Beute aus sind. Jede Minute mehr, die sie dazu benötigen, ein Fenster oder eine Tür zu öffnen, erhöht ihr Risiko erwischt zu werden. Und welcher Einbrecher will das schon? Das heißt also: Je leichter Sie es einem Dieb machen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Einbruch gelingt. Und im Umkehrschluss: Je gesicherter ein Haus ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter abgeschreckt wird.

Schwachstellen sind schlecht gesicherte Fenster und Terrassentüren, die die Diebe mit einfachen Mitteln und innerhalb von Minuten aufhebeln können. Einbruchhemmende Fenster sind in sogenannte resistance class, also Widerstandsklassen eingeteilt. In Privathäusern sollten die Fenster mindestens der Widerstandsklasse RC 2N entsprechen. Fenster der Klasse RC 6 bieten die höchste einbruchhemmende Wirkung. Um sie zu öffnen, braucht der Täter diverse Werkzeuge und vor allem Zeit. Die Widerstandsdauer dieser Fenster beträgt rund 20 Minuten.
Ebenfalls einbruchhemmend: Pilzkopfverriegelungen besitzen einen sehr hohen Schutz vor dem Aushebeln, weil diese Fensterbeschläge mit pilzkopfförmigen Zapfen ausgestattet sind. Abschließbare Griffe, Rollläden oder vergitterte Fenster im Keller bieten zudem einen guten Schutz. 

Lassen Sie sich in puncto Einbruchsicherung und nachträglichem Einbau von Sicherungsmaßnahmen von Spezialisten beraten. Unverbindliche Informationen bietet auch die Polizei, zum Beispiel im Internet unter www.k-einbruch.de.

Tipp: EnEV 2014 ohne Mindestanforderung an die nachträgliche Wärmedämmung

Es ist sicher schon viel über die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), die Anfang Mai in Kraft getreten ist, gesagt und geschrieben worden. Die EnEV schreibt zum Beispiel verschärfte energetische Anforderungen an Neubauten und strengere Auflagen an den Gebäude-Energieausweis vor. Das hört sich nach aufwendigen Auflagen an. Doch es gibt auch gute Nachrichten, vor allem für Bestandsbauten.

Eigentümern von Altbauten kommt die neue EnEV entgegen: Denn die Mindestanforderung an eine nachträgliche Wärmedämmung von Außenwänden in beheizten Räumen und von Dächern entfällt. Es gibt keine Vorschriften mehr, wie eine Wärmedämmung auszusehen hat und welche Wärmedämmleistung erreicht werden muss. Falls Sie also in der nächsten Zeit eine Wärmedämmung geplant haben, handeln Sie mit dieser Sanierungsmaßnahme immer EnEV-konform und zwar unabhängig vom eingesetzten Material und der Einbaustärke der gewählten Platten. Selbstverständlich können Sie für diese energetische Maßnahme eine der KfW-Förderungen in Anspruch nehmen. Die Spezialisten eines Getifix Fachbetriebes beraten Sie gern über die verschiedenen Möglichkeiten einer Dämmung und über die zu Ihrer Immobilie passende Sanierung. Erste Informationen zu den KfW-Förderungen erhalten Sie unter www.kfw.de. Übrigens ist auch dies neu: Die professionelle energetische Beratung durch einen Experten wird ebenfalls bezuschusst.